1. Klären, was du wirklich brauchst
Die meisten KMU brauchen keinen MSP-grade Tool-Stack. Drei Fragen:
- Wie viele Geräte werden remote betreut? Pro-Plan WinDesk: 100 Hosts inklusive für CHF 29.90/Monat. Reicht für ein KMU mit 50 Mitarbeitenden meist locker.
- Wer macht den Support? Office-Manager im Nebenjob, externer IT-Dienstleister, eigene IT-Person?
- Welche Plattformen? Heute fast immer eine Mischung: Windows-Workstations, ein paar Macs für Marketing, Linux-Server.
2. Mit dem Free-Plan testen
Für ad-hoc-Hilfe (Drucker-Problem, Office-Crash) reicht der Free-Plan: 2 Stunden pro Monat, 5 Min pro Session. Kein Konto nötig.
Erst wenn du merkst, dass du regelmässig länger brauchst oder Unattended-Access wollen, lohnt sich Light (CHF 19.90) oder Pro (CHF 29.90).
3. Einen klaren Prozess für Mitarbeiter-Anfragen
«Mitarbeiter ruft an, sagt: Mein Computer geht nicht.» — was passiert?
Schlechter Prozess: Telefon-Hin-und-Her, alle 15 Min eine Nachfrage, manchmal Vor-Ort-Besuch.
Guter Prozess:
- Mitarbeiter schreibt an
it@firma.chmit Betreff + Screenshot - Office-IT antwortet: «Bitte WinDesk Host starten + ID/PIN durchgeben»
- Verbunden in 2 Minuten, Problem gelöst, Session-Log archiviert
- Bei wiederkehrenden Problemen: Knowledge-Base-Eintrag
4. Compliance nicht ignorieren
Auch ein KMU muss bei Remote-Sessions DSGVO-konform agieren — vor allem wenn du auf Mitarbeiter-Geräte zugreifst, die personenbezogene Daten verarbeiten (HR-Daten, Kunden-Daten). Praktisch heisst das:
- Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Tool-Anbieter (bei WinDesk im Einzelfall zu vereinbaren)
- Datenstandort in der Schweiz oder EU bevorzugen
- Audit-Trail aktivieren (zeigt, wer wann auf was zugegriffen hat)
- Mitarbeiter informieren, dass IT remote zugreifen kann (üblicherweise im Arbeitsvertrag)
5. Hardware-gebundene Token nutzen
Wenn du Unattended-Access auf Mitarbeiter-Geräten einrichtest: hardware- gebundene Geräte-Token sind nicht-verhandelbar. Wenn ein Mitarbeiter- Laptop gestohlen wird, soll der Dieb nicht plötzlich auf deine IT- Infrastruktur Zugriff haben. WinDesk: Die Anmeldung des Hosts ist an den Sicherheitschip gebunden, wo vorhanden (TPM / Secure Enclave).
6. Externe Buchhaltung nicht vergessen
Treuhänder oder externe Buchhaltung soll auf den Buchhaltungs-PC zugreifen? Statt VPN: Der Treuhänder verbindet sich mit ID und PIN, die du durchgibst — nur für diese Sitzung, ohne VPN und ohne Konto in deinem Team. Er hat Zugang nur dann, wenn du's willst, alle Sessions geloggt.
7. Plan für den Tag X
Was passiert, wenn dein IT-Verantwortlicher Urlaub hat oder die Firma verlässt? Ohne Plan: niemand weiss, wie Remote-Support läuft.
Mit Plan:
- Zweiter Admin-Account (CHF 7.90/Monat extra) für Stellvertretung
- Recovery-Codes für 2FA physisch in einem Tresor
- Notfall-Kontakt zum Support (
support@windesk.ch) dokumentiert - Regelmässiger Test: kann der Stellvertreter wirklich verbinden?
Eine konkrete Rechnung
KMU mit 30 Mitarbeitenden, 3 Linux-Servern, 2 Mac-User in Marketing, Office-Manager macht Support nebenbei (mit Pro-Plan):
| Position | Kosten |
|---|---|
| WinDesk Pro (1 Admin + 100 Hosts) | CHF 29.90/Monat |
| Stellvertreter-Add-on (1 Extra-User) | CHF 7.90/Monat |
| Gesamt | CHF 37.80/Monat |
Verglichen mit «1× pro Quartal externer IT-Dienstleister vor Ort» (typisch CHF 800-1'500): WinDesk amortisiert sich innerhalb des ersten Monats.